Lektion 5 – Wahrnehmbare Formgestaltung … oder warum ein Geistesblitz allein nicht genügt

von Maximilian Greger

Geistesblitze alleine sind keine urheberrechtlich geschützten Werke. Urheberrechtlicher Schutz setzt immer voraus, dass das Werk mit Auge, Ohr und/oder Tastsinn wahrnehmbar ist (wahrnehmbare Formgestaltung).

Sehen wir uns ein paar Beispiele an:

Musik kann man in Form von Noten darstellen und folglich mit dem Auge wahrnehmbar machen. Man muss Melodien aber nicht zwingend auf Papier schreiben – auch wenn man sie hören kann, ist sie wahrnehmbar. Ein Gemälde kann man mit dem Auge sehen. Texte kann man mit dem Auge lesen. Texte, die in Blindenschrift verfasst sind und ertastet werden können, sind natürlich ebenso schutzfähig. Skulpturen kann man entweder mit dem Auge sehen oder sie ertasten. Filme sieht und hört man gleichzeitig.

Wie ein Werk wahrgenommen wird, kommt also auf die Art des Werks an. Fotos kann man nicht hören und nicht ertasten, Skulpturen nicht hören etc.

Körperliche Festlegung nötig?

Nein! Ein Werk muss nicht körperlich festgelegt werden – es genügt auch die flüchtige Wahrnehmbarkeit ...

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