Die Story im Ersten: Hat der Justizapparat einen Motorschaden?

Hat der Justizapparat einen Motorschaden? Ein Einblick in den Arbeitsalltag der deutschen Justiz

Vergangenen Montag (25.07.2016) zeigte das Erste einen interessanten Beitrag zu unserem Justizsystem.
Zu Wort kamen Richter und Verantwortliche im Arbeitsalltag der deutschen Justiz.
Richter zu werden- das ist für viele Studierende ein Traum, von dessen Erfüllung sie nicht zu träumen wagen. Wenig Arbeit, großes gesellschaftliches Ansehen, ein gutes Handicap auf dem Golfplatz, eine schicke Robe, die viel gerühmte Richterunabhängigkeit und das große Geld. Die einzige Hürde: Das Prädikat.
Scheinbar stimmt dieses Bild mit der Realität nicht einmal mehr im Ansatz überein.
Mehr Arbeit und mehr Druck, einhergehend mit einer geringeren Bezahlung.
Die Justizminister der Länder sparen immer weiter ein, nur noch 2 bis 4 % des Gesamthaushaltes fließen in die Judikative.
Die Justiz kommt allerdings kaum noch hinterher, Fälle und Akten häufen sich, es kommt zu einem Übermaß an Beweismitteln, das der Digitalisierung geschuldet ist, stundenlange Mitschnitte von Telefonaten, deren Sichtung schlichtweg nicht möglich ist.
Großprozesse werden seltener, weil dies eine hohe personale Belastung bedeutet
Unter dem Druck leiden nicht nur Richter, auch an Mitarbeiter und Protokollanten wird die Arbeitsbelastung weitergegeben ...

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