Rezension: Allgemeine Staatslehre

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Allgemeine Staatslehre

Schöbener / Knauff, Allgemeine Staatslehre, 3. Auflage, C. H. Beck 2016

Von Wirtschaftsjurist Christian Paul Starke, LL.M., Kreuztal

Auch wenn die Allgemeine Staatslehre nicht zu den Pflichtfächern der juristischen Ausbildung zählt, so prägt der Staat als solcher doch in einer kaum zu überschätzenden Art und Weise die Lebenswirklichkeit der in ihm lebenden Menschen. Zudem kommt man auch für fundierte politische Diskussionen, insbesondere wenn die Themen einen Auslandsbezug aufweisen, kaum an den Fragen vorbei, was einen Staat ausmacht und wie ein „guter“ Staat aussieht. In der aktuellen Flüchtlingskrise und den damit einhergehenden Entscheidungen, welchen ausländischen Staatsbürgern man ein zumindest vorübergehendes Bleiberecht in Deutschland einräumen möchte zeigt sich die Bedeutung dieser Wertentscheidungen umso mehr. Aber auch bei der immer wieder diskutierten Frage nach einem „Mehr“ oder „Weniger“ der europäischen Integration kommt man nicht daran vorbei, sich mit der Frage auseinander zu setzen, was einen Staat ausmacht und wo die Grenzen zur Aufhebung der Eigenstaatlichkeit liegen. Spätestens an diesem Punkt, aber auch in anderen völkerrechtlichen Kontexten bekommt das Thema der allgemeinen Staatslehre eine starke juristische Komponente, weshalb das vorliegende Werk insbesondere jedem öffentlich-rechtlich interessierten Juristen ans Herz zu legen ist.

Die Autoren gliedern ihr Werk in sieben große Abschnitte.

Den ersten Abschnitt bildet eine allgemeine Einführung in das Thema der Staatlichkeit und die Erläuterung der in der Allgemeinen Staatslehre verwendeten wissenschaftlichen Methoden ...

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