Rezension: ZPO

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: ZPO

Prütting / Gehrlein, ZPO, 8. Auflage, Luchterhand 2016

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl

Der Prütting/Gehrlein erscheint jährlich und parallel zum BGB-Kommentar Prütting/Wegen/Weinreich. Über 3100 Seiten inklusive Verzeichnissen sowie ein Online-Zugriff auf das gesamte Werk unter jurion bieten dem Rechtsanwender viel Material, um sich in der ZPO zurechtzufinden. Im Gegensatz zu anderen ZPO-Kommentaren wird auf die Bearbeitung des FamFG verzichtet: dies wird in einem separaten Kommentar aufbereitet. Enthalten sind aber zahlreiche europäische Verordnungen, Auszüge des GVG, das neue VSBG oder auch das UKlaG. Ebenfalls aufgegriffen wurden die weiteren Entwicklungen zum elektronischen Rechtsverkehr (vgl. § 128a ZPO, Rn. 2). Sehr positiv zu vermerken ist nach wie vor, dass das Werk auch im Ausbildungsbereich effektiv eingesetzt werden kann. Denn die Ausführungen lassen zum einen weder wissenschaftliche Ansätze vermissen, noch sparen sie an guten Hilfestellungen für den Vorbereitungsdienst (z.B. zum Urteilsaufbau, § 313 ZPO, Rn. 7 ff., oder zu Tenorierungsfragen, § 253 ZPO, Rn. 10 ff.).

Durch die jährliche Neuauflage wartet der Kommentar mit hoher Aktualität in auf, insbesondere was europäische Normen und ihren Einfluss auf die hiesige Prozesslandschaft betrifft. Dazu ermöglichen die Kommentierungen sowohl die punktuelle Nachschau als auch die Grundlagenarbeit an einer Norm und sind auf diese Weise effektiv und vielseitig. Denn gerade wenn neben Einzelproblemen auch lehrbuchreife Ausführungen erfolgen, ist die Balance eines Kommentars gewahrt. Hier findet man solche Abschnitte bspw. zum Anscheinsbeweis oder zur Beweislastumkehr (§ 286 ZPO, Rn. 28 ff., 70 ff ...

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