Fetisch vs. Tierschutz - Hundekot für den Eigenbedarf

Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 06.07.2016 - 2 K 30/16.KO Fetisch vs. Tierschutz - Hundekot für den Eigenbedarf Bei Tierschutzrechtlichen Kontrollen wurden in den Räumen des Klägers massive Verschmutzungen durch Hundekot und - urin festgestellt, u.a wurde der Hundekot in Plastiktüten, Eimern und Badewannen gesammelt. Der Kläger brachte vor, er benötige den von ihm gesammelten Hundekot als Fetisch zur sexuellen Stimulation. Der Sachverhalt

Der Kläger hielt auf einem Aussiedlerhof elf Deutsche Doggen. Bei tierschutzrechtlichen Kontrollen der Kreisverwaltung wurden in Räumen seines Hofes zum Teil massive Verschmutzungen durch Hundekot und -urin im Haus festgestellt. Daraufhin erließ die Kreisverwaltung dem Tierhalter eine tierschutzrechtliche Ordnungs - und Duldungsverfügung.

Kontrolle: Massive Verschmutzungen durch Hundekot im Haus

Unter Anordnung der sofortigen Vollziehung wurde dem Tierhalter aufgegeben, die Aufenthaltsbereiche der Hunde zu reinigen, die Wände zu fliesen oder mit einem abwaschbaren Anstrich zu versehen, jedem Hund ausreichend Auslauf zu ermöglichen, tierschutzrechtliche Kontrollen zu dulden und Auskünfte zu erteilen sowie Unterlagen vorzulegen. Hiergegen erhob der Kläger Widerspruch und beantragte im Wesentlichen erfolglos die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes.

Weitere Kontrollen: Hundekot wird in Tüten und Eimern gesammelt

Weitere Kontrollen der Kreisverwaltung ergaben, dass im Haus Hundekot in Plastiktüten, Eimern und Badewannen gesammelt worden war. Der Hundekot sei in Küche und Flur festgetreten gewesen. Bei den Kontrollen sei wiederholt ein sehr hoher Ammoniakgehalt der Luft im Haus des Klägers festgestellt worden. Daraufhin untersagte der Landkreis dem Kläger das Halten und Betreuen von Tieren jeglicher Art.

Hiergegen legte der Kläger Widerspruch ein und beantragte abermals erfolglos vorläufigen Rechtsschutz. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht Koblenz (Az. 2 L 506/15 ...

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