Kündigung eines Fitnessstudiovertrages (BGH XII ZR 62/15)

Lösungsskizze

Anspruch auf Zahlung von 719,90 € gem. § 535 II BGB

I. Wirksamer Mietvertrag gem. § 535 I BGB

(P) Abgrenzung zu anderenVertragstypen/ „Fitnessstudio-Vertrag“

- wohl typengemischter Vertrag aus miet- und dienstrechtlichen Elementen. Nach dem Schwerpunkt wohl Miete

II. Kündigung des Mietvertrages

1. Ordentliche Kündigung am 05. November 2013

- Ausgeschlossen gem. § 542 II BGB

- AGB wirksam?

(P1) 24 monatige Vertragslaufzeit

(P2) automatische Verlängerung um 12 Monate

a) Anwendbarkeit der §§ 305 ff., § 310 I und IV BGB (+)

b) Vorliegen von AGB, § 305 I BGB (+)

c) Wirksame Einbeziehung (+)

d) Inhaltskontrolle, § 307ff. BGB bzgl. 24 monatiger Laufzeit

aa) Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit, § 309

hier: § 309 Nr. 9 lit. a BGB problematisch

dagegen: § 309 Nr. 9 lit. a BGB erfasst keine Mietverträge

bb) Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit, § 308 BGB

hier nicht ersichtlich

cc) Generalklausel des § 307 BGB

-> § 307 II Nr. 2 BGB?

(P) Wertungen aus § 309 Nr. 9 lit. a BGB

aber: Laufzeit alleine noch kein Grund für unangemessen Benachteiligung

e) Inhaltskontrolle, § 307 ff. BGB bzgl. automatischer Vertragsverlängerung

--> § 307 II Nr. 2 BGB?

Hinreichend Zeit zur Kündigung, keine unangemessene Benachteiligung

f) Ergebnis

AGB wirksam

2. Außerordentliche Kündigung gem. § 543 I BGB

(P) Berufsbedingter Umzug „wichtiger Grund“?

pro: B quasi „gezwungen“ zu Ortswechsel. Beruf dient zu seiner Lebenssicherung

contra: Ortswechsel aus persönlichen Gründen liegt in der Sphäre des B, sog. „Vertragsrisiko“.

Wichtiger Grund (-)

3. Sonderkündigungsrecht gem. § 46 Abs. 8 TKG

(-) nach Wortlaut

(P) § 46 Abs. 8 TKG analog?

(-) keine planwidrige Regelungslücke

III ...

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