Der Kellerbrand (BGH 1 StR 578/12)

Lösungsskizze

A. Strafbarkeit nach § 306 I Nr. 1 StGB

I. Tatbestand

1. Objektiver Tatbestand

a) Tatobjekt: fremdes Gebäude nach Nr. 1

b) Tathandlung:

aa) In-Brand-Setzen (-)

bb) Ganz oder teilweise zerstören (+)

2. Subjektiver Tatbestand

II. Rechtswidrigkeit

III. Schuld

IV. Ergebnis

B. Strafbarkeit nach § 306a I Nr. 1 StGB

I. Tatbestand

1. Objektiver Tatbestand

a) Tatobjekt: Räumlichkeit, die der Wohnung von Menschen dient (+)

(P) gemischt- genutztes Gebäude

b) Tathandlung

aa) In-Brand-Setzen (-)

bb) ganz oder teilweise zerstört (-)

(P) restriktive Auslegung

2. Zwischenergebnis (-)

II. Ergebnis

C. Strafbarkeit nach § 306a II StGB (-)

Keine Angaben im Sachverhalt

D. Strafbarkeit nach §§ 306a I Nr. 1, 22, 23 I StGB

I. Vorprüfung

1. Keine Vollendung (s.o.)

2. Strafbarkeit des Versuchs nach §§ 23 I Alt. 1, 12 I StGB

II. Tatentschluss

III. Unmittelbares Ansetzen

IV. Rechtswidrigkeit und Schuld

V. Rücktritt

Hier: keine Angaben, die auf Rücktritt deuten

VI. Ergebnis

E. Strafbarkeit gem. §§ 306b II Nr. 3, 306a I Nr. 1, 22, 23 I StGB

I. Vorprüfung

II. Tatentschluss

III. Unmittelbares Ansetzen

IV. Rechtswidrigkeit und Schuld

V. Ergebnis/ Konkurrenzen

§§ 306a I Nr. 1, 306b II Nr. 3, 22, 23 I StGB gem. § 52 StGB in Tateinheit zur vollendeten Brandstiftung gem. § 306 I Nr. 1 StGB (aus Klarstellungsgründen; a.A. vertretbar).

Gutachten

[Anmerkung: Bei Brandstiftungsdelikten bietet es sich an, aus Übersichtlichkeitsgründen, mit dem Grunddelikt zu beginnen.]

A. Strafbarkeit nach § 306 I Nr. 1 StGB
Indem der A eine Vorrichtung zur Auslösung eines Brandes auf der Herdplatte deponierte, könnte er sich gem. § 306 I Nr. 1 StGB strafbar gemacht haben.

I. Tatbestand

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