Vorübergehend heiter

von Udo Vetter

Vorhin rief mich der Leiter eines Amtes im Süddeutschen an. Persönlich. Das wunderte mich schon, denn normalerweise schreiben wir uns allenfalls hochachtungsvolle Briefe. Es gab da in der Vergangenheit einige Prozessen, die der Herr schmerzlich gegen meine Mandanten verloren hat. Er, denn das Schicksal seine Behörde nimmt er offensichtlich sehr persönlich.

Heute aber wollte er seinen Triumph auskosten. „Ich habe heute Ihr Widerspruchsschreiben in dieser Sache Meyer erhalten“, sagte er. „Das ist ja schön“, sagte ich. „Ja, aber der Brief ist zu spät. Die Widerspruchsfrist lief gestern ab.“ Schon möglich, erklärte ich ihm. „Deshalb haben wir den Widerspruch ja gestern nachmittag schon vorab gefaxt.“ Er gab sich erstaunt. „Wohin denn?“ „Direkt in Ihr Amt.“

Tja, obwohl mir der Sendebericht vorliegt, war bei meinem Freund nichts angekommen. Das Fax muss sich also auf dem Übertragungsweg ätherisiert haben. Aber Scherz beiseite ...

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