Lektion 4 – Menschliches Schaffen ist kein Affentanz

von Maximilian Greger

Schon wieder ein Affe? Klar! Why not!?

Beginnen wir mit einem skurrilen Fall, von dem Ihr vielleicht gehört habt: Die PETA hat im Namen des Affen Makake auf Feststellung der »Affen-Urheberschaft« geklagt. Dieser Klage hat ein US-Gericht Anfang 2016 eine Abfuhr erteilt. Weder der Affe, noch der Fotograf, der seine Kamera für einige Minuten unbeaufsichtigt ließ, seien Urheber des Fotos.

Gleiches gilt auch nach deutschem Urheberrecht: Wie wir in Lektion 3 bereits kurz angeschnitten haben, erfordert das Werk gemäß § 2 II UrhG immer ein menschliches Schaffen. Affentanz ist ja lustig, kann aber niemals urheberrechtlich geschützt sein (obwohl ja Ausdruckstänze urheberrechtlich schutzfähig sind). Das Gleiche gilt nach unserem Recht natürlich auch für das Affen-Selfie – (obowhl ich Affen super finde).

Für den Urheberrechtsschutz ist es übrigens egal, ob der Mensch volljährig, minderjährig oder geistig behindert ist. So kann auch ein Hypnotisierter ein urheberrechtlich geschütztes Werk schaffen.

Eigentlich ist diese erste Voraussetzung des urheberrechltlichen Werks ganz einfach: Es muss immer ein Mensch etwas tun. Die Entstehung des Werks muss also von menschlichem Handeln gesteuert sein, also »von Menschenhand« ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK