Bundestagsabgeordnete mit zwei angeblichen juristischen Staatsexamina

Bundestagsabgeordnete mit zwei angeblichen juristischen Staatsexamina – Petra Hinz gibt gefälschten Lebenslauf zu

Was sich kürzlich in der Politik abgespielt hat, dürfte den ein oder anderen langjährigen Jurastudenten womöglich erzürnen.
Man stelle sich vor, da ist jemand, der behauptet, er habe Abitur und obendrein noch zwei juristische Staatsexamina.
Nicht schlecht, mag man denken, zeugt dies doch von einem gewissen Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und auch Bildungsstand.
Wenn man erfährt, dass dieser Bildungsweg schlichtweg erfunden und Produkt eines Tagtraums ist, muss man vielleicht schmunzeln und denkt sich „ ganz schön dreist“.
Vor Allem, wenn die Realität mit dem dargestellten Bild nicht einmal im Ansatz übereinstimmt.
Doch wenn sich dann herausstellt, dass dieser Jemand als Vertreterin der Bürger seit vielen Jahren im Bundestag sitzt, sieht das Ganze anders aus.
Was für einen Menschen in der Arbeitswelt enorme juristische Konsequenzen nach sich gezogen hätte und gegebenenfalls als Anstellungsbetrug zu qualifizieren wäre, wird auf der Ebene der Bundespolitik anders gehandhabt.
„Studieren kann doch heutzutage Hinz und Kunz!“ wird Hinz sich gedacht haben.
Frei nach dem Motto „ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“ gradete sie ihren Lebenslauf um ein paar beeindruckende Anekdoten auf.
Zugegebenermaßen- es ist erheblich leichter drei hübsche Absätze in ein Word-Dokument einzufügen, anstatt das Abitur zu machen, sich für Jura einzuschreiben, fünf Jahre zum ersten Examen zu brauchen, um dann noch einmal zwei Jahre Referendariat dranzuhängen.
Dass die Regelstudienzeit oft nicht eingehalten wird, wusste Frau Hinz. Ihre Recherchen reichten so weit, dass sie für das erfundene Studium einen Zeitraum von 10 Jahren (1985-1995) einplante, so stand es zumindest auf dem Lebenslauf, der bis vor kurzer Zeit noch auf der Seite des Bundestags zu finden war ...

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