Rechtsvorschriften als Sketchnote: „Unfallflucht“, § 142 StGB

von Nicola Pridik

Gesetze sind für Menschen gemacht, die sie beachten sollen. Gleichzeitig sind sie aber häufig so formuliert, dass ihre Adressaten weder Lust haben, sie zu lesen, noch ihren Inhalt verstehen, wenn sie sich denn die Mühe machen. Was also tun? Können Visualisierungen vielleicht helfen, den Zugang zum Gesetz zu erleichtern? Das versuche ich derzeit herauszufinden, indem ich Sketchnotes zu verschiedenen Rechtsvorschriften erstelle. Diesmal habe ich mir § 142 StGB vorgenommen, der das unerlaubte Entfernen vom Unfallort regelt.

Warum ausgerechnet Sketchnotes?

Rechtsvorschriften sind häufig nur dann zu verstehen, wenn man um ihre Struktur weiß bzw. um den Kontext, in den sie eingebunden sind. Sketchnotes können diese Strukturen sichtbar machen. Das haben sie mit juristischen Schaubildern gemeinsam. Darüber hinaus bieten sie als handgezeichnete und -geschriebene Notizen einen schönen Kontrast zur formalen und abstrakten Gesetzessprache. Sie bringen also optimale Voraussetzungen mit, um Menschen für das Recht zu interessieren und das Lesen des Gesetzestextes zu erleichtern.

Weitere Informationen zu Sketchnotes inklusive Linktipps finden Sie im Artikel Rechtsvorschriften als Sketchnote: Schuldnerverzug, § 286 BGB. Von der Idee zur Sketchnote

§ 142 StGB ist ein gutes Beispiel für eine Norm, die aufgrund ihrer speziellen Systematik nur schwer zu verstehen ist. Zudem erschließt sich dem Leser ihre Bedeutung nur über den Schutzzweck: Warum genau soll man den Unfallort eigentlich nicht verlassen und auf wen soll man ggf. warten? Wer oder was soll hier geschützt werden? Diese beiden Punkte, nämlich Systematik und Schutzzweck, mussten also unbedingt hinein in die Sketchnote. Das war ein wichtiges Ergebnis der inhaltlichen Vorüberlegungen ...

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