Miterben haben untereinander keinen allgemeinen Auskunftsanspruch

Erbrecht Juli 19th, 2016

Matthias Winterstein

In einer aktuellen Entscheidung aus April 2016 wohnte ein Kind zusammen mit seiner Mutter im elterlichen Haus und bewohnt dieses Haus auch nach dem Tod der Mutter weiter. Das Hausgrundstück fällt in den Nachlass und entsprechend werden beide Kinder dann hälftige Erben. Beide werden im Grundbuch als Eigentümer eingetragen. So weit so gut. Das Ergebnis ist hart, aber das Urteil ist eindeutig

Das nicht im Hause wohnende Kind war aber im Unklaren über die sonstige Zusammensetzung des Nachlasses. Telefonische Nachfragen wurden ebenso wenig beantwortet wie schriftliche Nachfragen. Daher sah sich es sich genötigt, eine Klage auf Auskunft gegen sein Geschwister zu erheben. Die Klage wurde vom Gericht zurückgewiesen. Die Rechtsverfolgung habe keine Aussicht auf Erfolg, denn der gegenüber einem Miterben geltend gemachte Auskunftsanspruch besteht nicht. Eventuell ergebe sich eine Pflicht zur Mitwirkung an der Errechnung eines Nachlassverzeichnisses. Das nicht im Haus wohnende Kind muss also sehen, woher es die erforderlichen Informationen bekommt ...

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