Treppensturz auf dem Weg zur Küche im Home Office – Arbeitsunfall?

von Stefan Maier

Immer mehr Arbeitgeber gestatten ihren Angestellten das Arbeiten daheim – im sogenannten Home Office. Im vorliegenden Fall kam es zu einem Sturz der Arbeitnehmerin auf dem Weg zu ihrer Küche. Die Unfallkasse verneinte das Vorliegen eines Arbeitsunfalles, wogegen die Geschädigte gerichtlich vorging.

Für die Arbeit in der eigenen Wohnung richtete die Klägerin ein eigenes Zimmer im Dachgeschoss ihrer Wohnung ein. Der Unfall ereignete sich auf der Treppe zwischen Home Office und der Küche der Wohnung durch einen Sturz auf besagter Treppe.

Nachdem die Unfallkasse einen Arbeitsunfall nicht anerkannt hatte, entschied zunächst das Sozialgericht und wies die Klage ab. In der Berufungsinstanz verurteilte das Landessozialgericht die Unfallkasse hingegen, einen entsprechenden Arbeitsunfall anzuerkennen. Schließlich musste das Bundessozialgericht ein Urteil fällen und entschied, dass das Urteil des ursprünglich urteilenden Sozialgerichts wieder hergestellt wird. Ein Arbeitsunfall lag danach also nicht vor.

In den Gründen heißt es, der Unfall sei nicht auf einem Betriebsweg geschehen ...

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