KTG Agrar – Folgen der Insolvenz für die Anleihegläubiger

Die KTG Agrar SE hat den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Tausende Anleger werden dadurch erhebliche Verluste erleiden. Betroffene fragen sich wie es beim vielversprechenden Agrarriesen KTG Agrar dazu kommen konnte und was als nächstes passiert.

KTG Agrar Pleite – eine Überraschung?

Die Insolvenz der KTG Agrar SE trifft die Anleihegläubiger wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Anleger dachten, dass sie sich bei Investitionen in KTG Agrar für eine sichere und beständige Geldanlage entscheiden. Unter dem Motto „Gegessen wird immer“ ließen sich tausende Anleger vom Geschäftsmodell des Agrarkonzerns überzeugen. Das Unternehmen gehört mit Anbauflächen von rund 45.000 Hektar zu den führenden Produzenten von Marktfrüchten in Europa. Im Jahr 2015 hatte KTG Agrar einen Umsatz von 326 Millionen Euro – eine stolze Summe. Dennoch konnte das Unternehmen die am 6.Juni fälligen Anleihezinsen von 17,8 Millionen Euro nicht bezahlen, was auch der Grund für den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens war. Woran lag das und war die Insolvenz wirklich so überraschend? Trotz des großen Umsatzes ist der Überschuss von 3,7 Millionen Euro relativ gering und reicht für die fälligen Zahlungen bei weitem nicht aus. Die Höhe der Zinszahlungen ergibt sich aus dem riesigen Schuldenberg des Unternehmens – zuletzt ca. 605 Millionen Euro, wie Focus Online berichtet. Besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sind eine hohe Verschuldung und daraus resultierende Zahlungsschwierigkeiten jedoch kein Einzelfall. Bei Anleihen in solchen Unternehmen ist mit einer Ausfallquote von rund 25 Prozent zu rechnen ...

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