Google Chrome wertet Verlauf inkl. Passwörter und Downloads aus

Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 2008 hat Chrome – der Web-Browser von Google – einen einzigartigen Siegeszug angetreten. Nach Wikipedia ist er mittlerweile in vielen Ländern der meistverbreitete Browser überhaupt. Diesen Erfolg will Google nun offenbar nutzen und die durch die Benutzung von Chrome entstehenden Informationen verwenden. Die Daten sollen dazu dienen dem Nutzer besser zugeschnittene Werbung anzuzeigen. Wie ist das datenschutzrechtlich zu bewerten?

Änderung der Datenschutzrichtlinie für Chrome

Nach übereinstimmender Meldung technikaffiner Onlinemagazine (z.B. Golem) hat Google bereits Ende Juni seine Datenschutzrichtlinie geändert und behält sich nun vor, künftig den gesamten Chrome-Verlauf auszuwerten, um dem jeweiligen Nutzer maßgeschneiderte Werbeanzeigen anbieten zu können. Der Chrome Verlauf enthält neben der Browser-Historie – also den besuchten Webseiten – auch Informationen zu verwendeten Plugins, Download-Informationen und Offlinedaten.

Auch Erhebung von besonders geschützten Daten

Gerade der Browserverlauf verrät viele Informationen über den jeweiligen Nutzer. Wohl an kaum einer anderen Stelle lassen sich mehr Informationen über das finden, was uns derzeit beschäftigt oder uns generell interessiert. Das sich mit diesen Daten eine ganze Menge von Informationen über den Nutzer sammeln lassen, bedarf daher wenig Phantasie.

Allerdings ist zu erwarten, dass neben “normalen” personenbezogenen Daten auch besondere personenbezogene Daten im Sinne von § 3 Abs. 9 BDSG erhoben werden. § 3 Abs. 9 BDSG lautet:

Besondere Arten personenbezogener Daten sind Angaben über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben ...

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