Bei Mieterhöhungen kommt es auf die tatsächliche und nicht auf die vertragliche Wohnfläche an!

Bei Mieterhöhungen kommt es auf die tatsächliche und nicht auf die vertragliche Wohnfläche an! 18. Juli 2016 Categories:

Der Bundesgerichtshof hat seine bisherige Rechtsprechung aufgegeben und nunmehr entschieden, dass es bei Mieterhöhungen nur noch auf die tatsächliche Wohnfläche ankommt. Auf etwaige Vereinbarungen bzw. Angaben im Mietvertrag bzw. die Höhe einer etwaigen Abweichung hiervon kommt es dann nicht mehr an (Bundesgerichtshof, Urteil vom 18. November – VIII ZR 266/14). Für den Vergleich sei deshalb allein der objektive Wohnwert der zur Mieterhöhung anstehenden Wohnung maßgeblich, während etwaige Vereinbarungen der Mietvertragsparteien über die Wohnungsgröße im Mieterhöhungsverfahren keine Rolle spielen können, denn sonst würden nicht die tatsächlichen, sondern vertraglich fingierte Umstände berücksichtigt. Eine Toleranzgrenze von 10 % seit daher nicht einzuräumen.

Diese Entscheidung hat folgenreiche Konsequenzen für Mieter und Vermieter. Wurde im Mietvertrag eine Wohnfläche angegeben, weicht diese aber von den tatsächlichen Gegebenheiten ab, ist nunmehr eine Korrektur dieses Fehlers im Rahmen der Mietanpassung auf die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558 BGB möglich. War die Wohnfläche zu gering angegeben, kann der Vermieter eine höhere Mieterhöhung realisieren, als bei Vertragsabschluss prognostiziert ...

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