Abmahnfähige Urheberrechtsverletzungen durch Social Media Plugins wie Pin it?

Die in sozialen Netzwerken angezeigten Vorschaubilder von geteilten, geliketen oder gepinten Inhalten sind urheberrechtlich keineswegs unproblematisch. Die Miniaturansicht des Inhalts ist eine Vervielfältigung im Sinne des Urheberrechts. Ist derjenige, der Social Media Plugins in seine Webseite einbaut, nicht Inhaber der Rechte an den entsprechenden Inhalten, drohen Abmahnungen. Die IT-Recht Kanzlei erläutert die rechtliche Problematik und stellt mögliche Lösungen vor.

I. Internet und Urheberrecht – nicht immer Freunde

Social Media sind aufregend, gut für das Business und finden eine immer größere Verbreitung. Bekanntermaßen passen jedoch einige Funktionen der sozialen Netzwerke nicht zum geltenden Recht. Insbesondere das Urheberrecht verträgt sich nicht einwandfrei mit dem endlosen Teilen und Liken über Facebook, Twitter, Pinterest & Co.

Wer etwas über Facebook teilt, sorgt an anderen Stellen für Vervielfältigungen der geteilten Inhalte, etwa in Form von kleinen Vorschaubildern (sog. Thumbnails). Genießt der geteilte Inhalt als Werk urheberrechtlichen Schutz, verstößt die Vervielfältigung oder Verbreitung des Inhalts grundsätzlich gegen das Urheberrechtsgesetz, wenn der Rechteinhaber mit der Vervielfältigung und/oder Verbreitung nicht einverstanden ist.

Nun könnte man meinen, dass derjenige, der den Facebook Like- bzw. Share-Button in seine Webseite einbaut, doch sicherlich mit der Vervielfältigung und Weiterverbreitung der dort dargestellten Inhalte als Vorschaubilder einverstanden ist. Immerhin hätte er ansonsten den Button ja nicht in die Webseite eingebaut. Allerdings wäre dies zu kurz gedacht, denn denkbar ist auch, dass auf der Webseite Inhalte dargestellt sind, an denen der Betreiber der Webseite nicht die alleinigen Rechte besitzt ...

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