Lektion 2 – Was ist eigentlich das Urheberrecht und was genau schützt es?

von Maximilian Greger

In Lektion 1 haben wir gelernt, dass das Urheberrecht noch nicht einmal 200 Jahre alt, also ein »junges« Rechtsgebiet ist.

Jetzt lernen wir, wofür wir das Urheberrecht überhaupt brauchen.

Wir alle lieben Kultur. Kulturgüter, also Bücher, Filme, Musik, Bilder, Skulpturen, Computerspiele usw. müssen aber zunächst erst einmal von jemandem hergestellt werden. Und weil es heute im Zeitalter des Internets sehr einfach ist, Daten – darunter auch Kulturgüter – per Mausklick millionenfach zu kopieren, droht die Gefahr, dass ein Kulturgut von einer Vielzahl von Menschen konsumiert wird, aber derjenige, der es hergestellt hat, leer ausgeht, also in die Röhre schaut.

Das Blöde daran ist, dass irgendwann niemand mehr Kulturgüter herstellen will, wenn man nichts dafür bekommt. Was nun? Hierfür gibt es das Urheberrecht. Das Urheberrecht will verhindern, dass uns die Kultur »ausgeht«. § 11 UrhG – vielleicht die wichtigste Norm im UrhG – sagt deshalb:

»Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Es dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes.«

Übersetzt man diesen zugegebenermaßen etwas komplizierte Formulierung in die Alltagssprache, kann man zwei zentrale Aussagen herausfiltern:

Wird ein Werk genutzt, soll der Urheber etwas dafür bekommen (also Geld). Darüber hinaus sind aber auch die ideellen Interessen des Urhebers geschützt ...Zum vollständigen Artikel

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