Deutsche Bahn testet Body-Cams

von Conrad S. Conrad

Die Deutsche Bahn beabsichtigt nach Medienberichten ihr rund 3700-köpfiges Sicherheitspersonal teilweise mit Body-Cams auszustatten und so unter anderem Gewalt gegenüber den Angestellten der Bahn zu verhindern. Immerhin sollen die kleinen Schulterkameras potentielle Angreifer abschrecken oder zumindest aufzeichnen können. In Berlin sind bereits die ersten DB-Mitarbeiter mit Body-Cams ausgerüstet, die ununterbrochen aufzeichnen und das Livebild auf einen kleinen Monitor übertragen, der sich an der Uniform befindet. So können sich Passanten und Gäste praktisch selbst im „Bild“ aus nächster Nähe sehen.

Dies ist vergleichbar mit ersten Pilotprojekten bei der Polizei. Denn seit gut drei Jahren verwendet beispielsweise die hessische Polizei in mehreren Großstädten wie Frankfurt oder Offenbach die sogenannten Body-Cams, also die kleinen Videokamera-Überwachungssysteme auf den Schultern des einzelnen Polizeibeamten. Einige Bundesländer wie Hamburg und Rheinland-Pfalz probten ebenfalls diese Neuerungen. Und auch die Bundespolizei wird bald auf diese Technik zurückgreifen.

Bei den bisherigen Modellversuchen tragen die Polizeibeamten zwar während des Einsatzes die kleine Schulterkamera, müssen das Kamerasystem jedoch durch einen Knopf am Handgelenk erst aktivieren. Eine fortlaufende und ununterbrochene Aufnahme findet nicht statt. Ebenso tragen die Polizisten erkennbar den Hinweis „Videoüberwachung“ auf ihrer Uniform. Einige andere Systeme besitzen auch einen kleinen Monitor, der das Gefilmte für alle Umstehenden sichtbar macht. Aufgezeichnet werden sollen Angriffe und Beleidigungen gegenüber den Polizeibeamten sowie anderer Straftaten. Durch die durchweg anlassbezogene und erkennbare Aufzeichnung der kurzen Momente mit oder ohne Ton soll den gesetzlichen Vorgaben entsprochen werden ...

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