„Pokémon Go“ im Marketing – Rechtliche Grenzen und praktische Risiken

von Thomas Schwenke

Bereits das Startbild von Pokémon Go weist auf mögliche Gefahren hin. Die bestehen auch in rechtlicher Hinsicht, wenn Sie Pokémon für eigene Marketingzwecke einsetzen möchten (Quelle: Ausschnitt vom Startbild, ergänzt um das §-Zeichen).

Das mobile Spiel Pokémon Go begeistert die Welt. Das Besondere ist, dass es zwar auf einem Mobiltelefon abläuft, aber in der realen „physischen“ Welt gespielt wird (sog. „Augmented Reality„). D.h. Spieler können Straßen, Plätze oder gar Geschäftsräume von Unternehmen aufsuchen, um dort Pokémons zu fangen.

Pokémon Go begeistert aber nicht nur die Spieler, sondern lässt auch neue Marketingideen entstehen. Z.B. weisen lokale Geschäfte darauf hin, dass bei ihnen Pokémons gefangen werden können. Ebenso werden bei Facebook Beiträge geteilt, auf denen Pokémons „zufällig“ neben den eigenen Produkten auftauchen.

Ob diese Marketingideen zulässig sind, werde ich im folgenden Beitrag erläutern. Dazu beginne ich zuerst mit den rechtlichen Grenzen und erkläre anschließend, wie weit Sie diese Grenzen „herausfordern“ können.

Markenrechte von Nintendo

Nintendo hat diverse Pokémon-Marken registriert, z.B. auch das „Pokémon Go“-Logo, was in der Einsteiger-Recherche des DPMA ohne Weiteres recherchierbar ist.

Die Rechte an der Marke „Pokémon“ (nebst den Ablegern, wie „Pokémon Go“) stehend Nintendo zu. Aufgrund der Bekanntheit und Verbreitung, handelt es sich m.E. bei „Pokémon“ um eine bekannte Marke.

Bekannte Marken werden vor der wirtschaftlichen Ausbeutung oder Beeinträchtigung ihres Images geschützt (§ 14 Abs. 3 MarkenG). Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass man die Marke nicht nutzen darf, um deren „guten Ruf“ oder die Aufmerksamkeitswirkung auf eigene Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen zu transferieren ...

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