Google Analytics auf dem Prüfstand der Aufsichtsbehörden und was sonst noch beim Einsatz von Trackingtools zu beachten ist

von Sven Venzke-Caprarese

https://www.datenschutz-notizen.de/wp-content/uploads/2016/07/Google-Analytics-auf-dem-Pruefstand.mp3

Webtracking ist aus der Praxis vieler Websitebetreiber kaum noch wegzudenken. Auch datenschutzrechtlich spricht nichts gegen ein sauber implementiertes Trackingtool, das die Vorgaben des Telemediengesetzes beachtet.

In der Vergangenheit haben sich mehrere Produkte herauskristallisiert, die beanstandungsfrei betrieben werden können. Unter ihnen Piwik und Google Analytics. Für beide Trackingtools liegen Stellungnahmen von Datenschutzaufsichtsbehörden vor, welche diesen Tools einen Freibrief erteilen. Natürlich nur, sofern bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden. Hierzu gehört auch die Forderung, dass in bestimmten Fällen ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden muss. Wer das Webtracking in die Hände eines Dienstleisters (z.B. Google) legt, benötigt eine solche schriftliche Vereinbarung. Google selbst stellte hierfür bislang einen funktionierenden Prozess zur Verfügung. Websitebetreiber können sich nach einiger Wartezeit tatsächlich einen unterschriebenen Vertrag mit der amerikanischen Google Incorporated in die Schublade legen.

Derzeit prüft die für Google zuständige Hamburgische Aufsichtsbehörde allerdings, ob dieser Vertrag noch ausreichend ist. Denn Google hat in der Vergangenheit „nur“ einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung und keine EU-Standardvertragsklauseln abgeschlossen. Stattdessen hat sich Google auf eine Safe Harbour Zertifizierung berufen. Genau diese wurde jedoch im Oktober 2015 durch ein Urteil des europäischen Gerichtshofs für unwirksam erklärt. Die Zulässigkeit des Einsatzes von Google Analytics steht daher derzeit auf dem Prüfstand.

Im Ergebnis rechnen wir damit, dass Google entweder die Datenverarbeitung ändern wird oder neue Verträge geschlossen werden müssen.

Darüber hinaus sind beim Einsatz von Google Analytics noch weitere Dinge zu beachten ...

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