BNetzA-Beschluss zu Fernleitungsnetzen Gas

BNetzA hat den Beschluss zur horizontalen Kostenwälzung (HoKoWä) zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern Gas veröffentlicht.

Am 22. Juni 2016 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine Festlegung zur Durchführung einer horizontalen Kostenwälzung (HoKoWä) zwischen Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) sowie einer Aufteilung der Kosten auf Ein- und Ausspeiseentgelte erlassen. Damit ist ein Prozess, der bereits 2009 mit ersten Konsultationen zwischen BNetzA und den FNB begann, formal beendet worden.

Nachdem die BNetzA in 2013 erste Festlegungsinhalte öffentlich konsultiert hatte, entschied sie sich auf Grund der eingegangenen Stellungnahmen, einen anderen methodischen Ansatz zu wählen. Dieser wurde 2015 konsultiert. Die hierin vorgesehene Vor- und Rückwälzung von Kosten zwischen den FNB wurde jedoch ebenfalls verworfen, da das Modell sich als überaus komplex herausstellte. Auch lagen die zu seiner Umsetzung erforderlichen Daten größtenteils nicht oder nicht in der erforderlichen Qualität vor.

Die jetzt festgelegte und unten näher beschriebene Methode der HoKoWä wurde im Anschluss daran konsultiert. Die eingegangenen Stellungnahmen vieler Marktparteien sind wie auch alle anderen Dokumente des Festlegungsprozesses auf der Homepage der BNetzA veröffentlicht.

Hintergrund für horizontale Kostenwälzung

Der Anlass für die BNetzA, sich mit diesem Thema zu befassen, erschließt sich vor dem Hintergrund der Struktur des deutschen Erdgasmarktes. Grundlegend hierfür sind die sog. Marktgebiete. In ihnen sind marktgebietsweit alle Netzbetreiber von den FNB bis hin zu den Verteilnetzbetreibern zusammengefasst.

Das in § 20 Abs.1 b EnWG niedergelegte Netzzugangsmodell sieht vor, dass zur Belieferung von Kunden 2 Verträge notwendig sind. Mit dem Einspeisevertrag wird das Gas in das Marktgebiet eingebracht. Die Versorgung der Kunden wird mittels des Ausspeisevertrages an der Entnahmestelle realisiert ...

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