Limited no longer – Brexit und Ltds in Deutschland​

von Astrid Roesener

13. Juli 2016

Gesellschaftsrecht / M&A

Viele Unternehmer haben ihr Geschäft in der Rechtsform einer englischen „Limited“ organisiert. Das Brexit-Referendum wirft nun neue Fragen auf.

Gründung innerhalb weniger Tage, kein Mindestkapital und trotzdem volle Haftungsbeschränkung – diese Kombination begeisterte viele Unternehmer. Und so organisierten sie ihr deutsches Geschäft in der Rechtsform oder unter Beteiligung einer englischen „private company limited by shares″ (kurz Limited oder Ltd.).

Nach dem Brexit-Referendum stellt sich nun die Frage, welche Folgen der Austritt Großbritanniens aus der EU für sie und ihr Geschäft haben wird.

Geschäftstätigkeit einer Limited in Deutschland

Wo und wie genau ist eine Limited, die nur in Deutschland tätig ist, rechtlich zu verorten? Aufgrund des englischen Gesellschaftsrechts muss auch eine Limited, die nur in Deutschland tätig ist, ihren Satzungssitz („registered office″) in Großbritannien (also England, Wales oder Schottland) haben. Am Satzungssitz müssen bestimmte Dokumente und Informationen zur Gesellschaft vorgehalten werden und die Zustellung von an die Limited gerichteten Dokumenten möglich sein. Hierfür genügt eine Briefkastenadresse der Limited, die häufig von einem Rechtsanwalt oder einer Servicegesellschaft verwaltet wird.

Spielt sich die Geschäftstätigkeit der Limited in Deutschland ab, so wird in der Regel auch die Geschäftsführung in Deutschland ansässig sein und hier die wesentlichen Entscheidungen fällen. Damit sind der Verwaltungssitz und der Ort der Geschäftsleitung in Deutschland.

Im deutschen Handelsregister kann die Limited nicht als solche eingetragen werden, dafür ist allein das Companies House als Gesellschaftsregister nach dem Gründungsstatut zuständig ...

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