Kein Unfallschutz auf Weg von Arztpraxis zur Arbeit

von Thorsten Blaufelder

Jul 12

Nach einem Arztbesuch am Morgen ist der anschließende Weg zur Arbeit in der Regel nicht unfallversichert. Anderes gilt nur, wenn der Aufenthalt in der Praxis mindestens zwei Stunden gedauert hat, urteilte am Dienstag, 05.07.2016, das Bundessozialgericht in Kasel (AZ: B 2 U 16/14 R).

Damit wies das BSG einen Lagerarbeiter aus Bayern ab. Gesundheitsbedingt muss er drei bis viermal pro Jahr sein Blut untersuchen lassen. Mit seinem Arbeitgeber hatte er vereinbart, dass er hierfür morgens zum Arzt fährt und dann etwas später zur Arbeit kommt. Auch am Unfalltag war er morgens mit dem Fahrrad zunächst zu seinem Hausarzt gefahren. Nach 40 Minuten brach er von dort zu seinem Arbeitsort auf. Auf dem Weg stieß er mit einem Auto zusammen.

Laut Sozialgesetzbuch ist neben der Arbeit selbst auch der „unmittelbare Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit“ unfallversichert. Nach ständiger BSG-Rechtsprechung sind Umwege von diesem üblichen und geeignetsten Weg nicht versichert ...

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