Jessup Moot Court 2016 – Ein Erfahrungsbericht von Max, Teilnehmer des Teams aus Bochum – Teil 3

von Van Hoang

Meine Erfahrungen im Moot Court

So viel zum allgemeinen Teil. Was ihr bisher gelesen habt, könnt ihr wahrscheinlich durch längeres Googlen auch anderweitig herausfinden. In der Realität sah es folgendermaßen aus: Nach einem intensiven Bewerbungsverfahren wurde ich zusammen mit vier Teamkollegen (davon zwei Jungs und zwei Mädchen) Teil des Bochumer Teams für den Jessup Moot Court. Bevor der Sachverhalt erschien, haben wir versucht uns kennenzulernen und unsere Erwartungen geteilt. Sobald der Sachverhalt erschienen war, bezogen wir unser Büro an der Uni und verbrachten dort die Tage zusammen. Betreut wurden wir dabei von Coaches, also wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls für Völker- und Europarecht, einer Fachsprachentrainerin und einem Rechtsanwalt. Die Betreuung darf man sich aber weniger so vorstellen, dass jeden Tag eine der genannten Personen mit neuen Argumenten ins Büro platzte, sondern so, dass wir in den Coaches Ansprechpartner für Fragen hatten, die uns manchmal neue Perspektiven auf ein Problem aufgezeigt haben. Aus der neuen Perspektive etwas zu machen, blieb unsere Aufgabe. Überhaupt ist die Teilnahme an einem Moot Court eine sehr selbständige Angelegenheit.

Die vier großen Streitpunkte, die es von jeder der beiden Seiten zu beleuchten galt, haben wir unter uns aufgeteilt. Manche Teams arbeiten auch alle zusammen an der gleichen Frage. Je länger und intensiver wir uns mit dem Fall auseinandersetzten, desto größer und tiefer wurde unser Verständnis für das Rechtsgebiet und die Probleme des Falls. Auch das Lesen eines englischen Urteils ging immer leichter von der Hand. Das war anfangs übrigens eines der lästigeren Probleme, denn Rechtsenglisch ist nochmal was ganz anderes als „normales“ Englisch! So arbeiteten wir also zusammen und erstellten Entwürfe der Schriftsätze anhand der Vorlage von Schriftsätzen aus vorangegangenen Teams, zu denen wir dann von unseren Coaches Feedback bekamen ...

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