Erst- oder Zweitausbildung, das ist hier die Frage!

von Christoph Iser

Hört man Politiker jeglicher Couleur soll Bildung immer gefördert werden. Immerhin ist Bildung die Zukunft der Republik. Im Steuerrecht sieht dies jedoch gerade bei der Frage, ob einer Erst- oder Zweitausbildung vorliegt eher chaotisch aus.

Zunächst kann die Zweitausbildung, also eine weitere Berufsausbildung oder ein Studium nachdem bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen wurde, beim Stichwort vorweggenommene Werbungskosten Gold wert sein. Der Grund: Bei der Zweitausbildung kann das Kind seine Ausbildungskosten als vorweggenommene Werbungskosten ansetzen, einen Verlustvortrag feststellen lassen und dann mit einem Schlag mit Einkünften verrechnen, wenn der Start ins Berufsleben da ist. Klappt die Gestaltung kann da richtig was bei rum kommen.

Auf der anderen Seite sind Zweitausbildungen aber auch nachteilig. Denn der Gesetzgeber hat ja auch geregelt, dass nach Abschuss der erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur noch Kindergeld fließen darf, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Zwar sind Beschäftigungen mit einer bis zu 20 Stunden wöchentlichen Arbeitszeit, Ausbildungsdienstverhältnisse und Minijobs nicht schädlich, dennoch muss in der Praxis genau zwischen Erst- und Zweitausbildung unterschieden werden.

Dies ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK