Crystal Meth in Überraschungsei an intimer Stelle versteckt

von Andreas Stephan

Eine 23-jährige Frau und ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Freyung-Grafenau (Niederbayern) mussten sich kürzlich wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor dem Amtsgericht Freyung verantworten. Das gewählte Versteck für die Drogen war wirklich „überraschend“: Die etwa 10 Gramm Crystal Meth, gekauft in Tschechien, wurden in Frischhaltefolien eingepackt und danach in ein handelsübliches Überraschungsei gestopft. Das Überraschungsei hat sich die 23-Jährige anschließend vaginal eingeführt, damit der Schmuggel bei einer Polizeikontrolle nicht auffliegt.

Bei der Rückfahrt aus Tschechien sollte der Plan jedoch misslingen: Schleierfahnder hatten das Fahrzeug nach einem polizeilichen Hinweis an der Deutsch-Tschechischen-Grenze im Bereich Philippsreut herausgewunken und kontrolliert. Nach der Kontrolle wurden die beiden Verdächtigen zur Polizeistation nach Freyung verbracht und ein richterlicher Beschluss erlaubte den Beamten jeweils eine körperliche Untersuchung (§ 81a StPO). Nachdem bei dem 28-Jährigen nichts gefunden wurde, kam es bei der 23-Jährigen nicht mehr zu einer Untersuchung: Sie gab von sich aus zu, das Crystal Meth über die Grenze transportiert zu haben und übergab den Polizisten das Überraschungsei mit den 9,45 Gramm. Die Drogen seien auf einem Vietnamesenmarkt in Strážný von den beiden gekauft worden.

Bei der Gerichtsverhandlung zeigten sich die beiden Angeklagten geständig und gaben zu, das Meth für 400 Euro gekauft zu haben, wobei jeder 200 Euro für je knappe 5 Gramm bezahlte. Der Frau hätten die 5 Gramm für ein halbes Jahr gereicht ...

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