Hebamme wegen Totschlags verurteilt

Hebamme wegen Totschlags verurteilt – BGH bestätigt Urteil


Die Hebamme ist der Gerichtsvollzieher des Storches.

Alexander Otto Weber, deutscher Schriftsteller

Aber auch ein Gerichtsvollzieher kann mal Fehler machen.


Der Fall:
2008- Anita R., Hebamme und Verfechterin der Hausgeburt. Sie übernimmt die Betreuung einer Schwangeren und plant deren Geburt. Am 30. Juni ist es soweit. Von 5 bis 22 Uhr dauert die Geburt- quälende 17 Stunden, das Kind wird tot geboren.
Die Mutter hatte die Hebamme kontaktiert, da sie gehört hatte, dass die Hebamme auch bei komplizierten Beckenendlagen Hausgeburten begleite.
Hierfür war sie eigens aus Lettland angereist. Ihre Tochter starb an Sauerstoffmangel.
Der Tod des Kindes hätte bei einer Überweisung in eine Klinik bis 19:30 Uhr noch verhindert werden können, so ein Gutachter. Trotzdem war die Hebamme zu keinem Zeitpunkt bereit gewesen, von der Hausgeburt Abstand zu nehmen und eine klinische Geburt mit Kaiserschnitt anzuweisen.

Die Instanzen:
Landgericht Dortmund:
Das Landgericht Dortmund urteilte 2014. In der Verhandlung ging es maßgeblich darum, die Verantwortung, beziehungsweise Unverantwortlichkeit der Angeklagten festzustellen.
Sie gab vor Gericht an, dass das Kind aufgrund anderer Umstände verstorben sein muss. Es wäre möglicherweise ohnehin nicht lebensfähig gewesen ...

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