Beziehung gescheitert – Ehemann verschwunden!

fizkes – Fotolia.com

Der Fall:

Eine völlig aufgelöste Frau kam in meine Kanzlei und erklärte mir, dass ihr Ehemann am Wochenende plötzlich seine Sachen gepackt und mit den Worten gegangen sei, sie solle es nicht wagen, Unterhalt von ihm zu verlangen, sonst passiere etwas.

Sie war schwanger und hatte gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen.

So hatte sie kein Einkommen und war auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Doch sie hatte auch große Angst vor ihrem Mann und dessen Reaktion, wenn er einen Brief von mir bekäme, in dem ich ihn zur Unterhaltszahlung auffordere. Außerdem wußte sie nicht sicher, wo er sich aufhielt.

Hier war schnelle Hilfe gefragt.

Rechtliche und praktische Unterstützung

Die Frau vermutete, dass ihr Mann bei seinen in einem Nachbarort lebenden Eltern untergekommen war und so beantragte ich unter Angabe dieser Adresse den Erlaß einer Einstweiligen Anordnung zur Zahlung von Trennungsunterhalt.

Der Antrag konnte unter der Adresse der Eltern zugestellt werden.

Glücklicherweise hatte die Frau mehrere Lohnabrechnungen des Mannes in der Wohnung gefunden, so dass sein ungefähres Einkommen bekannt war und dem Antrag zugrunde gelegt werden konnte.

Wichtig war außerdem zu erfahren, wie ernst die Drohung des Ehemannes zu nehmen war und womit die Mandantin rechnen mußte.

Sie erklärte auf Nachfrage, dass er sie nie geschlagen aber oft gedemütigt habe.

Daraufhin riet ich ihr, das Schloss an der Wohnung auszutauschen (er hatte ja noch einen Schlüssel) oder ein Zusatzschloss anzubringen und, wenn er vor der Tür stehen und „Randale“ machen sollte, die Polizei zu rufen. Weiterhin erläutere ich ihr, dass sie es sich auch nicht gefallen lassen muß, wenn er sie via SMS, Whats App oder Telefon bedrängt, bedroht und beleidigt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK