Weil Snapchat auch Sex-Geschichten zeigt – 14-Jähriger klagt

von Stephan Weinberger

Ein 14-jähriger Jugendlicher, vertreten durch seine Mutter, hat bei einem kalifornischen Bezirksgericht eine Sammelklage gegen Snapchat wegen Verstoßes gegen Jugendschutzvorschriften erhoben. Snapchat wird darin vorgeworfen, jungen Nutzern sexuell anstößige Inhalte wie „Zehn Dinge, an die er denkt, wenn er dich nicht zum Orgasmus bringen kann“ anzuzeigen. Snapchat verweist auf die journalistische Unabhängigkeit der Partner. Der Kläger beantragt, die Entscheidung der Jury zu überlassen, die auch über Höhen möglicher Strafen und Entschädigungen zu entscheiden hätte.

„Zehn Dinge, an die er denkt, wenn er dich nicht zum Orgasmus bringen kann“ oder „23 Bilder, die dir sofort etwas sagen, wenn du jemals Sex mit einem Penis hattest“. Diese Überschriften sind es, die der Kläger nicht vereinbar mit jugendschutzgesetzlichen Vorgaben findet. Diese Inhalte werden nicht direkt von Snapchat, sondern von Medienpartner wie Vice, CNN oder Buzzfeed präsentiert.

Konkret geht es um den sogenannten „Discover-Tab“ von Snapchat. In diesem Bereich der App werden die Geschichten diverser Medienpartner angezeigt. Dabei kann es auch um Themen wie Sex gehen. Eine spezielle Altersbeschränkung gibt es bei Snapchat nicht. Die App erfreut sich besonderer Beliebtheit bei jungen Leuten unter 20 Jahren. Die Sammelklage wurde beim kalifornischen Bezirksgericht von der Mutter des 14-Jährigen eingerecht. Der Junge selbst bleibt – geschützt durch Rechtsvorschriften – anonym ...

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