Verfassungsbeschwerde: Darf „The Life of Brian“ an Karfreitag gezeigt werden?

Verfassungsbeschwerde: Darf „The Life of Brian“ an Karfreitag gezeigt werden?

„Always look on the bright side of life.“
Wer jetzt nicht im Kopf weiter- oder mitsingt, kennt einen satirischen Filmklassiker nicht, der aktuell für viel Aufsehen in der juristischen Welt sorgt.
Das Leben des Brian.
Die britische Comediangruppe Monthy Python schuf damit im Jahr 1979 eine dogmatische Auseinandersetzung mit Religionsvereinigungen und politischen Gruppen.
Der junge Brian, welcher zu der Zeit Jesu lebte und durch Missverständnisse als Messias verehrt wurde, war für viele Nationen ein Zeichen von Blasphemie.
Es kam zu Veröffentlichungsverboten, jüdische und christliche Vereinigungen protestierten.
Es kam sogar zu einer Verurteilung wegen Blasphemie im vereinten Königreich.
Mit der Uraufführung 1979 in den USA (Zutritt ab 17 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten) fanden die negativen Reaktionen ihren Höhepunkt, unter anderem wurde „The Life of Brian“ als „bösartiger Angriff auf das Christentum“ bezeichnet.
Der Verein „Bürger gegen Blasphemie“ versuchte vergeblich eine Strafverfolgung einzuleiten.
Es gab jedoch auch kirchliche Vereinigungen, die hier eine liberale Haltung einnahmen, aufgrund des hohen medialen Interesses kam es zu Rekordeinnahmen.

Heute, knapp 37 Jahre nach der Uraufführung, ist der Film erneut Gegenstand juristischer Diskussionen.
Die fragliche Situation ereignete sich – wie sollte es anders sein – an einem Karfreitag im Jahr 2014.
Hier organisierte ein Bochumer der Initiative „ Religionsfreiheit im Revier“ eine öffentliche Vorführung von „Das Leben des Brian“.
Zwischen 55 und 60 Personen nahmen teil und besuchten zu diesem Zweck die Bochumer Riff-Halle im Bermuda-Dreieck.
Dass in der öffentlichen Vorführung ein Verstoß gegen das Feiertagsgesetz NRW- namentlich § 6 Abs. 3 Nr. 3- lag, wusste der 66-jährige Verantwortliche ...

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