Reform der Schwerpunktbereiche – nur noch 20 statt 30 % der Examensnote?

Macht machen die sog. Schwerpunktbereiche bald nur noch 20 statt 30 % der Examensnote aus?

Dass das Jurastudium in seinen Ausprägungen noch optimierungsfähig ist, das würde so mancher Studierender in Deutschland unterschreiben.
Selbst wenn der juristische Abschluss an einer deutschen Fakultät international sehr anerkannt ist, gibt es einige Baustellen, an denen gearbeitet wird.
Zu erwähnen ist hier vor Allem die Vergleichbarkeit der Abschlüsse. Das Examen in Bayern beispielsweise gilt als schwieriger und damit wertiger als der Abschluss aus anderen Bundesländern.
Der Bundesverband rechtswissenschaftlicher Fachschaften (BRF) hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für eine nationale Vergleichbarkeit der Studiengänge einzusetzen.
Wichtig ist dem Verband nach der Beschlusslage der Tagung in Kiel im Mai 2015 dass das breit gefächerte Angebot erhalten bleibt.
Außerdem setzt er sich dafür ein, dass ein Dreiklang aus schriftlicher Prüfung, mündlicher Prüfung und Seminararbeit besteht, der die individuellen Stärken der Studierenden in gleicher Weise abbildet.
Die Prüfungsmodalitäten der einzelnen Fakultäten sollten nicht zu sehr voneinander abweichen.
Wichtigster Punkt im Angesicht der aktuellen Entwicklungen ist aber, dass der Schwerpunktbereich weiterhin in die Note der Ersten Juristischen Prüfung einfließen soll.
Die Beschlussfassung ist absichtlich weit gefasst, um individuelle Vorteile einzelner juristischer Fakultäten nicht zu beschneiden, es gilt als Orientierungsposition, an welcher der Vorstand sein Arbeiten ausrichten kann.

Die Ausgestaltung der Ersten Juristischen Staatsprüfung obliegt den Bundesländern, was die Abweichungen in den Prüfungsmodalitäten erklärt. Der Schwerpunktbereich allerdings ist Bundessache.
In der Ausbildungspolitik werden aktuell zwei brisante Änderungen diskutiert, welche sich immens auf unser Studium und auch auf unsere Abschlussnoten auswirken könnten ...

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