Nebenkostenpauschale und der überhöhte Kaltwasserverbrauch

Mit einer Nebenkostenpauschale ist in der Regel auch ein überhöhter Kaltwasserverbrauch abgegolten, sofern der Mieter nicht schuldhaft den übermäßigen Kaltwasserverbrauch verursacht hat.

Der Kläger aus Starnberg ist Eigentümer und Vermieter einer Wohnung in der Thalkirchner Straße in München, die der Beklagte seit mehr als 20 Jahren als Mieter bewohnt. Im Mietvertrag ist für die Nebenkosten eine Pauschale vereinbart.

Am 03.07.2012 informierte der Mieter seinen Vermieter, dass aus der Toilette Wasser "herauströpfelt". Daraufhin bat der Vermieter die Hausverwaltung, die Reparatur vorzunehmen. Dies lehnte die Hausverwaltung ab. Der Vermieter befand sich dann vom 18.08.2012 bis 16.09.2012 in Urlaub. Am 20.09.12 forderte er den Mieter auf, drei Terminvorschläge für die Reparatur zu machen. Am 17.10.2012, einem der vorgeschlagenen Termine, wurde dann der Spülkasten repariert.

Aus den Kaltwasserabrechnungen für die Jahre 2011 und 2012 ergibt sich ein überaus hoher Kaltwasserverbrauch für die Wohnung. Im Jahr 2011 ist von sämtlichen Nutzern der 1.052,79 m² großen Anlage eine Kaltwassermenge von 1.018,50 m³ verbraucht worden, hiervon sind 40 % auf die Wohnfläche des Mieters von 58,34 m² entfallen, die flächenmäßig nur einen Anteil von 5,5 % einnimmt.

Im Jahr 2012 ist von sämtlichen Nutzern ein Verbrauch von 1.013,95 m³ angefallen, wovon auf den Mieter mit 196,80 m³ 20 % entfielen.

Der Vermieter ist der Meinung, dass der erhöhte Verbrauch auf den defekten Spülkasten zurückzuführen sei und der Mieter den Defekt zu spät gemeldet habe. Dadurch sei ein Schaden von 1304,04 Euro im Jahr 2011 und 584,11 Euro im Jahr 2012 entstanden. Nach dem durchschnittlichen Verbrauch hätten nämlich die Kosten in den Jahren 2011 bei 172,80 Euro und 2012 bei 188,10 Euro gelegen ...

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