BMG: Erste Lesung des Gesetzentwurfs „Cannabis als Medizin“ im Bundestag

BMG: Erste Lesung des Gesetzentwurfs „Cannabis als Medizin“ im Bundestag

7. Juli 2016 by Klaus Kohnen

Bundesgesundheitsminister Gröhe: „Schwerkranke müssen bestmöglich versorgt werden“

Der Bundestag wird heute Abend den Gesetzentwurf zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften in erster Lesung beraten.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe:

Schwerkranke Menschen müssen bestmöglich versorgt werden – dafür setze ich mich ein. Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann. Außerdem wollen wir eine Begleiterhebung auf den Weg bringen, um den medizinischen Nutzen genau zu erfassen.“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler:

Der Einsatz von Cannabis als Medizin unter kontrollierten Bedingungen kann sinnvoll sein. Seit Beginn meiner Amtszeit als Drogenbeauftragte habe ich mich dafür eingesetzt, den Zugang zu dieser Therapiemethode zu erweitern: Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen. Im Interesse der Patienten appelliere ich an alle Beteiligten, den Gesetzentwurf Cannabis als Medizin jetzt sachlich und zielorientiert zu diskutieren und ihn schnell zu verabschieden. Bei allem ist mir aber eines wichtig: Cannabis als Medizin ja, Cannabis zum Freizeitkonsum nein. Selbst die besten Arzneimittel sind keine geeigneten Genussmittel.“

Cannabisarzneimittel sollen als Therapiealternative bei bestimmten Patientinnen und Patienten im Einzelfall bei schwerwiegenden Erkrankungen eingesetzt werden können, wenn eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht ...

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