Polizei kommt nicht zur Schlägerei – Landwirtssohn klärt

von Stephan Weinberger

Ein Augsburger Polizist wimmelt einen Notruf eines 16-Jährigen ab, der berichtet, sein Freund wurde verprügelt und das gleiche drohe ihm nun auch. Am Schluss ruft der Jugendliche einen Freund zu Hilfe – „einen kräftigen Landwirtssohn aus einer kleineren Ortschaft im Kreis Augsburg“ wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Dieser sorgt für Ruhe am Skaterplatz, wo sich die Auseinandersetzung zugetragen hat. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt derweil gegen den Beamten in der Einsatzzentrale wegen unterlassener Hilfeleistung und Körperverletzung im Amt durch Unterlassen.

Im Zuge der Aufarbeitung des Falles hat das Landeskriminalamt München (Dezernat 13), das für interne Ermittlungen gegen bayerische Polizisten seit einigen Jahren zuständig ist, auch den Notruf ausgewertet. Eingehende Gespräche über den Notruf werden drei Monate lang gespeichert. Der Notruf soll wie folgt abgelaufen sein: An dem Dienstag nach Ostern geht der Notruf des jungen Mannes bei der Einsatzzentrale der Polizei ein. Er teilt mit, bedroht zu werden und sich am Skaterplatz in Stadtbergen (Landkreis Augsburg) zu befinden. Auch sein Freund sei bereits von anderen Jugendlichen verprügelt worden. Doch der Polizist soll antworten, derzeit sei keine Streife verfügbar, er möge doch bitte einfach den Platz verlassen oder zum nächsten Polizeirevier kommen.

Die Angelegenheit endet weniger schön. Der 16-Jährige wird tatsächlich von den Jugendlichen, die ihn bereits zuvor bedroht haben, geschlagen. Es gibt auch ein Handyvideo, welches Szenen der Auseinandersetzung zeigen sollen. Aufgenommen wohl von einem aus der Gruppe der Schläger ...

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