Sparkassen-Fall

A. Sachverhalt

Die Klägerin, die Hallen aus Stahl herstellt, verlangt von ihrer Kundin, der SVG-GmbH, Bankbürgschaften zur Sicherung offener Zahlungsforderungen aus Lieferungen in Höhe von ca. 230.000 DM beizubringen. Das sagt der Geschäftsführer der SVG auch zu.

Am 08. September 1981 richtet die beklagte Sparkasse folgendes Schreiben an die Klägerin:

„Unsere Bürgschaft in Höhe von DM 150.000 zugunsten Firma SVG-GmbH

Sehr geehrte Damen,

sehr geehrte Herren,

zugunsten der Firma SVG-GmbH haben wir gegenüber Ihrer Firma die selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von DM 150.000 übernommen.

Wir wären Ihnen für eine kurze Mitteilung sehr verbunden, wie hoch sich die Verpflichtungen der Firma SVG-GmbH bei Ihnen derzeit belaufen. …“

Die Klägerin antwortet unter dem 17. September 1981:

„Wir danken für Ihr Schreiben vom 08.09.1981 und haben gerne zur Kenntnis genommen, dass Sie gegenüber der Firma SVG-GmbH … die selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber unserer Firma in Höhe von 150.000 DM übernommen haben.

Unsere Forderungen an die oben genannte Firma betragen mit heutigem Stand öS 1 652 717,83, welches einem Gegenwert von 236.102,54 DM entspricht. …“

Am 24. September 1981 schreibt die Beklagte an die Klägerin:

„Zu Ihrem Schreiben vom 17.09.1981 teilen wir Ihnen mit, dass wir an Sie gegenüber der oben bezeichneten Firma (SVG-Gesellschaft mit beschränkter Haftung) keine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 150.000 DM übernommen haben. Die in Ihrem Schreiben angeführten Ausführungen treffen daher nicht zu. …“

Nachdem die Klägerin am 28. September 1981 auf den Widerspruch zu dem Schreiben vom 08. September 1981 hingewiesen hat, entgegnet die Beklagte unter dem 06. Oktober 1981:

„…Bei dem Schreiben vom 08 ...

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