Rechtsvorschriften als Sketchnote: Schuldnerverzug, § 286 BGB

von Nicola Pridik

Einzelne Paragrafen visualisieren – geht das überhaupt? Und dann noch mit der Hand und nicht am Computer? Das wollte ich wissen und habe mir als Testkandidaten mal den § 286 BGB vorgeknöpft, in dem bekanntlich der Schuldnerverzug geregelt ist. Nah am Wortlaut und Aufbau der Vorschrift wollte ich bleiben, zugleich aber auch Strukturen sichtbar machen und Ungeschriebenes berücksichtigen, das für die Prüfung des Verzugs von Bedeutung ist. Das Ergebnis möchte ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen. Es ist zugleich ein Anwendungsbeispiel für ein paar Bildvokabeln, denen ich mich in den vergangenen Monaten in meinem Blog gewidmet habe.

Was sind Sketchnotes? „Sketchnotes sind visuelle Notizen, die aus einer Mischung aus Handschrift, Zeichnungen, handgezeichneter Typografie, Formen und grafischen Elementen wie Pfeilen, Kästen und Linien bestehen.“ (Mike Rohde)

Ursprünglich ging es nur darum, die üblichen Mitschriften von Vorträgen und Besprechungen durch visuelle Aufzeichnungen (die durchaus auch einigen Text enthalten können) zu ersetzen, um die eigene Konzentration zu fördern, nur Wesentliches zu notieren und für sich selbst eine Gedächtnisstütze zu schaffen. Tatsächlich ist der Anwendungsbereich von Sketchnotes aber sehr viel größer, denn sie helfen auch in allen möglichen anderen Situationen dabei, Informationen zu verarbeiten und weiterzugeben, Ideen zu entwickeln und Gedanken zu sortieren. Zu tun hat das damit, dass die Kombination von Sprache und Bildern beide Gehirnhälften anspricht und zudem Verstand und Hand zur Zusammenarbeit aufgefordert sind.

Lesetipp zur Einführung: Lehren und lernen mit Sketchnotes von Ralf Appelt Videotipp: Einführungsvortrag zum Thema von Eva-Lotta Lamm (engl., ca ...Zum vollständigen Artikel

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