Testament auf Schmierzettel?

Erbrecht Juli 4th, 2016

Ingolf Schulz

Eine Witwe verstirbt. Gesetzliche Erben sind ihre Tochter und die vier Kinder ihres schon vorher verstorbenen Sohnes, ihre Enkel also. Eines der Enkelkinder beantragt einen Erbschein nach der gesetzlichen Erbfolge. „Tesemt – Haus – Das für J“

Das Amtsgericht erteilt ihm einen Erbschein, nach dem die Tochter zur Hälfte und die vier Enkel zu je 1/8 Erben geworden sind. Dann findet ein Enkel in einer Schatulle zusammen mit wichtigen und unwichtigen anderen Schriftstücken ein ausgeschnittenes Stück Papier, auf dem seine Großmutter handschriftlich vermerkt hat „Tesemt – Haus – Das für J“. Auf einem anderen zusammengefalteten Stück Pergamentpapier findet sich der gleiche Text. Beide Schriftstücke sind von der Großmutter unterzeichnet und mit der Jahreszahl 1986 versehen worden.

Kein ernstlicher Testierwille

Der Vorname des verstorbenen Sohnes der Großmutter begann mit „J“ ...

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