Freies WLAN zu welchem Preis?

von Daniela Windelband

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Erinnern Sie sich noch an Telefonzellen? Haben Sie sogar früher einmal eine benutzt? Vielleicht eine, in die man noch Münzen stecken musste? Gefühlt ist das eine Ewigkeit her und heute kann oder mag sich kaum noch jemand daran erinnern. Heute sucht man nicht mehr nach Telefonzellen, sondern eher nach einem offenen WLAN oder nach der nächsten Lademöglichkeit für das Smartphone.

Diesem Paradigmenwechsel stellt sich die Stadt New York. Das Konsortium CityBridge, in das sich im letzten Sommer auch Google einkaufte, verfolgt den Plan, 7.500 ehemalige Telefonsäulen, verteilt im gesamten Stadtgebiet, zu multifunktionalen Internetsäulen umzubauen.

Die Internetsäulen ermöglichen kostenloses Surfen im Internet mit bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde und verfügen über USB Anschlüsse zum Aufladen der eigenen Geräte. 250 dieser Säulen gibt es bereits. Diesen Sommer sollen es 500 werden. Das Ziel des Projekts „LinkNYC“ ist klar beschrieben: Es soll das schnellste und größte städtische WLAN-Netzwerk der Welt werden. Das Signal einer einzelnen Säule soll bis zu 120 Meter weit reichen und von bis zu 250 Geräten gleichzeitig genutzt werden können (vgl. hier).

Ein Traum, wenn man an die schlechte WLAN-Abdeckung in Deutschland denkt. Und wenn man sich an den letzten Urlaub erinnert, weiß man, wie blöd es ist, ständig nach einem verfügbaren WLAN zu suchen.

Allerdings, und das ist im Leben meistens so, heißt kostenlos nicht umsonst. Denn natürlich wollen Unternehmen für ihren Einsatz einen Gegenwert, denn zu verschenken haben sie nichts. Bezahlt wird, wie so oft, mit Daten. Jeder Nutzer muss sich mit einer E-Mail-Adresse anmelden und willigt ein, dass auch die besuchten Websites sowie die Verweildauer für bis zu 12 Monate gespeichert werden. Die Idee dahinter scheint klar ...

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