„Frauen an die Macht!!“ – diskriminierende Stellenanzeige?

„Frauen an die Macht!!“ – diskriminierende Stellenanzeige? von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 04.07.2016

Die Abfassung von Stellenanzeigen ist unter der Geltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gleichsam gefahrgeneigte Arbeit geworden. Mitunter testen allerdings Unternehmen auch ganz gezielt die rechtlichen Grenzen aus. Mit einem solchen Fall hatte sich jüngst das ArbG Köln (Urteil vom 10.02.2016- Aktenzeichen 9 Ca 4843/15, PM 3/16) zu befassen. Der Arbeitgeber, ein Autohaus mit ausschließlich männlichen Verkäufern, hatte eine Stellenanzeige mit der Überschrift „Frauen an die Macht!! Zur weiteren Verstärkung unseres Verkaufsteams suchen wir eine selbstbewusste, engagierte und erfolgshungrige Verkäuferin“ veröffentlicht. Auf diese Anzeige hin wurde eine Verkäuferin eingestellt. Der Kläger bewarb sich auf diese Anzeige hin, erhielt jedoch eine Absage. Er fühlte sich als Mann benachteiligt und machte eine Entschädigung geltend. Das ArbG Köln hat entschieden, dass die Stellenanzeige zwar einen Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot enthalte, da sie sich nur an Verkäuferinnen richte ...

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