Die Familienstiftung aus steuerlicher Sicht

Das Steuerrecht beeinflusst die Unternehmensnachfolge entscheidend. Eine Familienstiftung in Liechtenstein kann Vorteile bieten.

Die steuerlichen Rahmenbedingungen prägen die Entscheidung des Ob und des Wie der Unternehmensnachfolge wesentlich mit. Sofern die Familienstiftung als Instrument der Unternehmensnachfolge in Betracht kommt, ist aus steuerlicher Sicht die Frage des Stiftungsstandorts von zentraler Bedeutung.

Liechtensteinische Familienstiftung als Alternative?

Für im Inland unbeschränkt Steuerpflichtige stellt eine Familienstiftung in Liechtenstein unter bestimmten Umständen eine Alternative dar. Das Fürstentum Liechtenstein wirbt mit attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen. Der liechtensteinische Gesetzgeber betreibt mit dem Stiftungsrecht Standortpolitik.

Schlechter Ruf des Stiftungsstandorts Liechtenstein

In der Vergangenheit ist Liechtenstein als Stiftungsstandort in Verruf geraten, da liechtensteinische Familienstiftungen regelmäßig als Instrument der Steuerhinterziehung missbraucht wurden. Daher ist bei der Auswahl von Liechtenstein als Stiftungsstandort zu bedenken, dass gegenüber deutschen Behörden Überzeugungsarbeit zu leisten sein wird, wenn staatliche Genehmigungen, z.B. von der BaFin, zur Übertragung von Vermögen ins Ausland erforderlich sind.

Darüber hinaus ist nach liechtensteinischen Recht erforderlich, dass wenigstens eine Person im Stiftungsrat ihren Kanzleisitz in Liechtenstein hat. Da der liechtensteinische Rechtsanwalt den Stifter selten lange kennt, besteht in der Praxis häufig Unsicherheit dahingehend, die zukünftigen Entscheidungen dieses Stiftungsratsmitglieds hinreichend einschätzen zu können.

Standortinitiativen durch den liechtensteinischen Gesetzgeber

Der liechtensteinische Gesetzgeber versucht seit Jahren durch gesetzliche Reformen, u.a ...

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