Werbeslogan „milde Zigaretten“ zulässig?

von Christopher A. Wolf

Darf man Zigaretten werblich als „mild“ bezeichnen oder stellt diese Werbung eine wettbewerbswidrige Irreführung der Verbraucher dar? Diese Rechtsfrage hat nun das Landgericht Hamburg in erster Instanz entschieden.

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Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) ging gegen die Tabakfirma British American Tobacco (BAT) vor, welche für die Marke Lucky Strike geworben hatte. Dabei hatte BAT die Zigaretten auf großflächigen Plakaten mit den Begriffen „MILD THING“, „TAKE A WALK ON THE MILD SIDE“ sowie „LUCKIES MIT EXTRA MILDEM GESCHMACK“ beworben. Der VZBV hielt diese Werbung für wettbewerbswidrig, da sie die Verbraucher über das beim Konsum der „milden Zigaretten“ weiterhin bestehende hohe Gesundheitsrisiko täusche.

BAT argumentierte dagegen, dass der Verkehr die Bewerbung der Lucky Strike Zigaretten als „milde Zigaretten“ vordergründig geschmacksbezogen verstehe und daher keine Irreführung vorliege.

Entscheidung des Gerichts

Mit Urteil vom 11.5.2016 (Az ...

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