Warum eine neue Strafrechtszeitschrift?

von Sascha Petzold

von Sascha Petzold | Gordon Kirchmann | Dr. Florian Englert

Der Markt für Zeitschriften auf dem juristischen Sektor schein gesättigt: Für nahezu alle Bereiche gibt es ein Abonnement. Die Auswahl im Strafrecht ist besonders groß. Dennoch war eine Nachfrage wahrzunehmen, wie z.B. von Prof. Dr. Sommer beim Herbstkolloquium 2014; es gebe kaum Veröffentlichungen, die Prozesse aus der Sicht der Verteidiger darstellen. Entscheidungen der Gerichte bilden dies naturgemäß nicht ab.

Das Strafverfahren ist ein kontradiktorisches Verfahren. Es ist somit die verfassungsrechtliche Pflicht des Verteidigers, dem Gericht Kontra zu geben. Die entsprechende staatsanwaltliche Pflicht aus § 160 Abs.2 StPO wird jedoch zumeist vergessen. Der Schulterschlusseffekt läßt grüßen.

Jede Rechtsprechungsänderung wurde durch beharrliche Argumentation von Querdenkern wegbereitet. Die Rechtswissenschaft lebt von der Diskussion, nicht vom Verdikt, da dieses immer der Aufhebung unterworfen ist (was auch das BVerfG durch den EGMR manchmal feststellen muss) ...

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