In einer aktuellen Forsa-Umfrage, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben wurde, geben rund zwei Drittel aller befragten Personen an, bereits mit Hassbotschaften in sozialen Netzwerken, Internetforen oder Blogs konfrontiert worden zu sein. In der Altersgruppe Mehr...

von Arno Lampmann

"Gezwungen, der Öffentlichkeit dies kundzutun,...":

Von Arno Lampmann, 1. Juli 2016

In einer aktuellen Forsa-Umfrage, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben wurde, geben rund zwei Drittel aller befragten Personen an, bereits mit Hassbotschaften in sozialen Netzwerken, Internetforen oder Blogs konfrontiert worden zu sein. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen haben sogar 91 Prozent schon Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht.

Rund die Hälfte der befragten Personen gibt an, Hassbotschaften einfach zu ignorieren. Ein Drittel hat sich nach eigener Auskunft schon näher mit einem Hasskommentar beschäftigt, hat ihn gelesen, sich etwa das Profil des Verfassers angesehen oder mit anderen darüber gesprochen. Gemeldet haben einen Hasskommentar bei den entsprechenden Portalen 20 Prozent der Befragten.

Warum müssen Menschen öffentlich kritisieren?

Klar ist damit, dass das Phänomen, sich in der Öffentlichkeit zu Themen und Personen nicht nur irgendwie, sondern insbesondere kritisch bzw. herabsetzend oder sogar beleidigen zu äussern, nicht mehr ignoriert werden kann. Mit den umfangreichen Möglichkeiten, Geld zu verdienen oder einfach nur Daten zu sammeln, liegt auch die Motivation von professionellen Anbietern wie sozialen Netzwerken (Facebook, etc.) oder Bewertungsplattformen (Jameda, etc.) auf der Hand, dieses Mitteilungsbedürfnis kommerziell auszunutzen ...

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