Rezension: Die Staatsanwaltsklausur im Assessorexamen

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Die Staatsanwaltsklausur im Assessorexamen

Kaiser / Bracker, Die Staatsanwaltsklausur im Assessorexamen, 5. Auflage, Vahlen 2016

Von Ref. iur. Christian F. Bock, Hamburg

Ausbildungsliteratur steht im Assessorexamen nicht mehr so umfangreich wie während des Studiums zur Verfügung. Seit einigen Jahren fester Bestandteil des literarischen Kabinetts zur Vorbereitung auf die Staatsanwaltsklausur im Assessorexamen ist das Skript von Kaiser/Bracker im Aktenformat, das nunmehr in der 5. Auflage erscheint. Das Skript richtet sich an Referendare, Richter, Staatsanwälte und Arbeitsgemeinschaftsleiter im gesamten Bundesgebiet, stellt deshalb die länderübergreifenden Gemeinsamkeiten des materiellen und prozessualen Gutachtens sowie des praktischen Teils einer Staatsanwaltsklausur dar, orientiert sich dabei an den für alle Bundesländer geltenden Vorgaben der Strafprozessordnung und unterscheidet hinsichtlich der „Geschmacksfragen“ einen nord- und einen süddeutschen Klausurentypus, deren Spezifika an den entsprechenden Stellen erläutert werden.

Die Neuauflage haben u.a. differierende Auffassung zwischen den Senaten des BGH zur Zulässigkeit der Wahlfeststellung (vgl. BGH 11.03.2015 – 2 StR 495/12, Rn. 25 ff.; dazu Kaiser/Bracker, Rn. 18) sowie über die Qualität der Belehrung eines zeugnisverweigerungsberechtigten Zeugen in einer richterlichen Vernehmung (vgl. BGH 18.03.2015 – 2 StR 656/13, Rn. 5 ff.; dazu Kaiser/Bracker, Rn. 110) erforderlich gemacht. Die Rechtsprechung hat der Verfasser bis März 2016 berücksichtigt. Der – nachvollziehbar – sehr ausgedünnte und auf die Wiedergabe der obergerichtlichen Rechtsprechung beschränkte Text wie auch der Fußnotenapparat hätten aber zumindest im Hinblick auf den äußerst klausurrelevanten § 252 StPO um eine Entscheidung des LG Berlin 27.05 ...

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