No Brexit oder: Das Ende der Nationalstaaten

von Prof. Wackerbarth

von Ulrich Wackerbarth

Jaja, ich weiß: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Aber nach dem Ausgang des Brexit-Referendums (51,8% für Austritt bei 72 % Wahlbeteiligung) kann ich einfach nicht zur Tagesordnung übergehen. Mich treiben Fragen nach der Zukunft der EU um, die ich in erster Linie für mich selbst in eine Skizze zur Orientierung gebracht habe. Was lehrt uns das Ergebnis des britischen Referendums und wie sind die seit Freitag stattfindenden Diskussionen einzuordnen? Welche Auswirkungen hat die Abstimmung auf das Verhältnis der EU zu ihren Mitgliedsstaaten, wass sollte sich ändern?

I. You cannot have your cake and eat it, too

Die nachteiligen Konsequenzen des Brexit-Votums für das Vereinigkte Königreich werden sehr deutlich und sehr klar sein und sie werden schneller kommen als eventuelle Vorteile eines Austritts für die Engländer.

Hier nur eine kleine Auslese von Nachteilen, die ich in den Zeitungen gesammelt habe und die mir nachvollziehbar erscheinen.

Es wird keine von der EU geförderten Projekte in England mehr geben Es wird Zölle geben und die Steuern werden steigen England verliert seinen Einfluss auf die EU-Gesetzgebung Das Pfund sinkt, der Import wird für England teurer Insgesamt werden die Lebenshaltungskosten deshalb deutlich steigen Es wird zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen Das europäische Finanzzentrum wird sich von London nach Frankfurt verlagern Es wird Streit über die englische Ratspräsidentschaft in 2017 geben Die Schotten werden Großbritannien verlassen Der Airbus wird künftig vielleicht nicht mehr in England gebaut werden Englisch wird keine EU-Amtssprache mehr sein

Die Liste ließe sich fortsetzen. Demgegenüber scheinen mir nur sehr wenige Vorteile zu stehen, die zudem auch teils nur scheinbar existieren:

Es wird keine Mitgliedsbeiträge Englands mehr geben ...Zum vollständigen Artikel


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