Immer mehr Versicherer nutzen Telematik-Tarife

von Conrad S. Conrad

Mit der Generali Versicherung wird erstmals ein großes Versicherungsunternehmen hierzulande zum 1.7.2016 einen neuen Tarif einführen, der sich auf den Einsatz von Telematik-Technologie stützt und so individuelle und günstigere Beiträge für die Berufsunfähigkeit- und Risikolebensversicherung ermöglichen soll. Doch mit welchen Preis zahlt der Kunde diese vermeintlichen Vergünstigungen?

Interessierte Kunden dieses sogenannten Vitality-Programms können dem Versicherer bald mit Hilfe von Fitnesstrackern (wearables) oder durch die Teilnahme an Sportveranstaltungen bzw. dem Gang ins Fitnessstudios die eigene, sportliche Aktivität mitteilen und dadurch von Rabatten profitieren.

Zu Beginn sollen alle Kunden noch mit demselben „Vitality Status“ starten. Wer jedoch mehr Sport treibt, wird mit der Zeit in seinem Status steigen, was sich positiv auf die Höhe der Breiträge durchschlägt. Zusätzlich sollen weitere Preisnachlässe und sonstige Belohnungen bei Partnerunternehmen, die von Apotheken bis hin zu prominenten Sportartikelherstellern reichen, die Mitwirkung an diesem Programm schmackhaft machen.

Was auf den ersten Blick wie ein gerechtes System mit positivem Anreiz aussehen mag, bringt jedoch viele datenschutzrechtliche Bedenken mit sich.

Immerhin gibt der Kunde durch den Fitnesstracker eine Reihe an personenbezogenen und möglicherweise auch sensiblen personenbezogenen Daten (§ 3 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)) preis, die er, basierend auf verschlüsseltem Cloud-Computing, an das Versicherungsunternehmen (oder dessen Partner) übermittelt. Hierzu zählen indirekt Standortdaten bzw. Bewegungsprofile des Kunden, die mit den allgemeinen Informationen und Kundendaten (Alter, Anschrift usw.) verknüpft werden. Möglich wäre sogar, dass sogenannte Gesundheitsdaten wie z.B ...

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