Behandlungsfehler eines Tierarztes

von Dr. Christian Teupen

Der Bun­des­ge­richts­hof hat mit Ur­teil vom 10.05.2016 (Az.: VI ZR 247/15) 10.05.2016 (Az.: VI ZR 247/15) aus­ge­führt, dass die in der Hu­man­me­di­zin ent­wi­ckel­ten Rechts­grund­sätze hin­sicht­lich der Be­weis­last­um­kehr bei gro­ben Be­hand­lungs­feh­lern, ins­be­son­dere bei Be­fun­der­he­bungs­feh­lern auch im Be­reich der tier­ärzt­li­chen Be­hand­lung an­zu­wen­den sind.

Der Ent­schei­dung lag ein Sach­ver­halt zu­grunde, bei der die Ei­gen­tü­me­rin ei­nes Pfer­des das Tier dem be­klag­ten Tier­arzt we­gen ei­ner Ver­let­zung am rech­ten hin­te­ren Bein zur Be­hand­lung vor­stellte. Der Tier­arzt nahm keine wei­ter­ge­hen­den Un­ter­su­chun­gen vor, son­dern ver­schloss le­dig­lich die Wunde. Ei­nige Tage dar­auf wurde erst eine Frak­tur des ver­letz­ten Bei­nes dia­gnos­ti­ziert. Eine Ope­ra­tion der Frak­tur ge­lang nicht. Das Pferd musste am sel­ben Tag ein­ge­schlä­fert wer­den. Es stellte sich im nach­hin­ein her­aus, dass das Pferd durch den Tritt ei­nes an­de­ren Pfer­des eine Fis­sur des Kno­chens er­lit­ten hatte, die sich so­dann zu ei­ner voll­stän­di­gen Frak­tur ent­wi­ckeln konnte.

Der Tier­arzt haf­tet für den ein­ge­tre­te­nen Scha­den ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK