»Mixtapes« im Internet legal veröffentlichen – geht das?! (Musikrecht – Teil 1)

von Maximilian Greger

Elektronische Musik ist seit Jahren auf dem Vormarsch. DJs (Diskjockeys) füllen seit langem große Hallen. Dabei produzieren sie die einzelnen Tracks meistens nicht selbst. Ihre Kunst besteht vielmehr darin, die Stimmung der Menge mit ihren Mixes zum Kochen zu bringen. Unter Mix versteht man also zum einen, dass der DJ sich Gedanken macht, welche Songs er in welcher Reihenfolge abspielt. Vor allem aber spielt der DJ die Songs nicht einfach nacheinander ab, sondern lässt sie so geschickt ineinander übergehen, dass der Beat bzw. die Spannungskurve nicht abbricht.

Was für Bands meistens problemlos möglich ist, bereitet DJs allerdings großes Kopfzerbrechen: Wie gelingt es einem DJ, seine Mitschnitte dieser Mixes (»Mixtapes«), zur Promotion / Werbung ins Internet zu stellen?

Problem Nr. 1

Es handelt sich bei Mixtapes in Bezug auf alle drin enthaltenen Songs um öffentliches Zugänglichmachen (§ 19a UrhG). Das heißt, der DJ braucht für jeden einzelnen im Mixtape enthaltenen Track die Erlaubnis des Urhebers bzw. der Urheber (Beispiel: Eine Person hat den Song komponiert, eine andere Person hat den Text dazu geschrieben). Das ist dann unproblematisch, wenn alle Komponisten bei der GEMA sind, denn die GEMA bietet die Möglichkeit, gegen Zahlung einer Pauschale Mixtapes öffentlich zugänglich zu machen, ohne jeweils die einzelnen Urheber der Tracks zu benennen. Der Haken an der Sache: Viele Künstler sind nicht bei der GEMA bzw ...

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