Juristin mit Kopftuch verklagt den Freistaat Bayern

Juristin mit Kopftuch verklagt den Freistaat Bayern – keine Zulassung zum Referendariat für Prädikatsjuristin mit Kopftuch?

Mit einem überdurchschnittlich abgeschlossenem ersten Staatsexamen stehen einem viele Türen offen. Denkt man.
Die Zulassung zum Referendariat ist dann nur ein reiner Formalismus. Denkt man.
Anders erlebt hat dies nun eine Rechtsreferendarin in Bayern.
Die engagierte Vorzeigestudentin Aqilah Sandhu hat wie so mancher Jurist einen langen Ausbildungsweg hinter sich.
Sie nahm erfolgreich am Jessup Moot Court teil, unterrichtet selbst, erhielt ihren ersten Lehrauftrag in Rechtsenglisch im neunten Semester.
Dass sie ein Kopftuch trägt, war nie ein Problem.
Bis sie am 21. Juli 2014 eine Mail des Oberlandesgerichtes erreicht. Die Zulassung zum juristischen Vorbereitungsdienst werde ihr nur unter eine Auflage gestattet.
Sie darf keine richterlichen und staatsanwaltlichen Aufgaben übernehmen oder Zeugen vernehmen.
Etwas, das ihren ehemaligen Kommilitonen ohne weiteres gestattet ist und eine wichtige Grundlage des Vorbereitungsdienstes bildet.
Begründet wurde die Auflage mit der weltanschaulichen Neutralität der Dienstausübung. Das OLG sah in dem Tragen des Kopftuchs eine Gefährdung dieser.
Eine gesetzliche Grundlage gibt es hierfür nicht ...

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